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Tipps und Zubehör zur Gartenpflege ✓ ✓ ✓

Ameisen im Rasen

Warum sollten Ameisen im Rasen vertrieben werden?

Wenn sich Ameisen im Rasen ansiedeln, kann die Ameisennester schnell zur Plage werden. Der Rasen bekommt kleine Ameisenhügel aus Sand, die der Gärtner dort nicht haben möchte.

Auch ein Kaffeetrinken im eigenen Garten ist mit Ameisen kaum noch möglich, da die kleinen Krabbeltiere sich nicht davor scheuen, quer über den Tisch zu krabbeln. Auch das Sonnen auf einer Decke ist auf der Wiese nicht mehr möglich. Die Ameisen stören und sind lästig beim Sonnenbaden auf dem Rasen. Ameisenbisse bzw. -stiche können sehr schmerzhaft sein.

Da Ameisen im Garten auch nützliche Arbeiten verrichten, in dem ihre Gänge zum Beispiel den Erdboden auflockern. Dadurch wird das Wachstum der Pflanzen optimal gefördert. Auch werden sie in der Natur als Gesundheitspolizei bezeichnet. Sie vertilgen viele Schädlinge. Aus diesem Grund sollten Ameisen nicht getötet, sondern besser umgesiedelt werden.

Ameisen schützen allerdings auch die Blattläuse. Sie leben mit ihnen in Symbiose an den Pflanzen. Denn sie lieben einen süßen Geschmack. Und den finden sie in den Honigtau Ausscheidungen der Blattlaus.

Die Verursacher der Sandhügel auf dem Rasen sind häufig die gelben Weg-Ameisen (Lasius flavus). Sehr verbreitet ist auch die Schwarze Weg-Ameise (Lasius niger), die auch allgemein als Gartenameise bezeichnet wird. Weitere, jedoch eher seltene Ameisen sind die Rossameise und die Holzameise.

So hat die Ameise im Garten als Nützlinge ihre guten, nützlichen Seiten – aber auch einige negative, vom Gärtner nicht gewünschte Eigenschaften. Deshalb sind sie noch keine Schädlinge, aber eben manchmal nicht willkommen. Deshalb sollte immer eine Umsiedlung vor einer Vernichtung stehen!

Was kann zur Ameisenbekämpfung tun, wenn man Ameisen im Rasen hat? Das sagen es Ihnen im Folgenden.

Wie kann man Ameisen umsiedeln?

Im Garten lässt sich ein komplettes Ameisenvolk mit einfachen Mitteln schnell und einfach umsiedeln.

Der Trick mit dem Blumentopf

Hierfür sollte ein Blumentopf oder Tonbehälter mit Holzwolle gefüllt werden. Dieser wird umgekehrt auf das Ameisennest gestellt. Sobald die Ameisen in den Topf umgezogen sind, kann der Topf mithilfe eines Spatens hochgehoben und an einen anderen Ort versetzt werden. Wer die Prozedur verkürzen will und wenig Zeit hat, auf die Ameisen zu warten, kann mit einem Spaten das Nest unten ausheben und in den Blumentopf von unten geben.

Einsammeln mit einem Marmeladenglas

Eine andere Möglichkeit stellen Gläser mit einer süßen sirupartigen Flüssigkeit dar. Auch Marmelade ist ideal für dieses Vorhaben. Die Ameisen lieben den süßen Geschmack und versammeln sich zum Mahl im Glas. Nun kann man sie mit dem Glas einfach umsiedeln.

Wohin sollen die Ameisen umgesiedelt werden?

Da Ameisen sich gut durch Substrat durchbuddeln, können sie diese Arbeit statt im Rasen besser im Kompost erledigen. Hier kann sich der Gärtner die kleinen Tiere als Arbeiter zu nutze machen. Deshalb ist es eine gute Wahl, die Ameisen in den Kompost umzusiedeln.

Ameisenstraßen verlegen

Sollen die Ameisen nur von den Gehwegen oder einem Terrassenbereich ferngehalten werden, reicht es aus, wenn die Gehwegplatten mit Kreide eingegrenzt werden. Die Tiere werden den Weg über die Kreide meiden, da sie diese nicht mögen. Herkömmliche Tafel- oder Straßenkreide reicht völlig aus, um den Weg der Ameisen zu unterbrechen.

Ameisen mit natürlichen Mitteln vertreiben

Neben Kreide sind Lorbeer und Nelken natürliche Mittel, um Ameisen zu vertreiben. Die kleinen Krabbeltiere empfinden den Geruch der Gewürze als sehr unangenehm. Aus diesem Grund werden sie sich schnell eine andere Stelle suchen.

Ätherische Öle dagegen schrecken Ameisen auf eine natürliche Art und Weise ab. Neben den Ameisenhügel oder einer Ameisenstraße sollten folgende Düfte verstreut werden.

Düfte gegen Ameisen
  • Thymian
  • Farnkraut
  • Wacholderblätter
  • Kerbel
  • Lavendöl
  • Zitronenkraut oder
  • Lavendelblüten
  • Majoran
  • Teebaumöl

Das hat zur Folge, dass der Orientierungssinn der Tiere gestört wird. Dauerhaft werden sich die Tiere einen anderen Ort suchen und von selber umsiedeln.

Als Geheimtipp wird für diesen Effekt auch das Versprühen eines alten Parfüms gehandelt.

Ameisenbekämpfung Wermut-Jauche

Ein guter Gärtner weiß, wie man eine Brennnessel-Jauche ansetzt, zum Blattläuse bekämpfen. Genauso wird es zum Bekämpfen der Ameisen gemacht, nur nimmt man für diese Jauche als Ausgangsmittel Wermut, der mit Wasser angesetzt wird. Wenn das ganze nach zwei Wochen gut gärt und entsprechend riecht, kommt die Wermut-Jauche auf das Ameisennest.

Was sollte nicht zum Ameisen vertreiben benutzt werden?

Auf keinen Fall sollte Backpulver oder Natron verwendet werden. Das hätte zur Folge, dass sich das Backpulver im Magen der Ameise ausdehnt, sodass das Tier qualvoll stirbt. Puder dagegen verklebt die Fühler und Atemwege, wodurch die Ameisen ebenfalls einen schmerzhaften Tod erleiden.

Ebenfalls ist der Wasserschlauch mit Vorsicht zu genießen, denn die meisten Tiere ertrinken in der Wasserflut. Die überlebenden Ameisen verlassen zwar das Revier, aber der Preis ist einfach zu hoch, den die Ameisen Kolonie dafür zahlen muss.

Genauso ist von Bier abzuraten. Angelockt vom süßen Geruch ist zwar das Einfangen von Erfolg gekrönt, doch die kleinen Krabbeltiere ertrinken im Bier.

Wie kann man Ameisen vorbeugen?

Rasen regelmäßig mähen

Als vorbeugende Maßnahme kann es sehr wirksam sein, wenn der Rasen regelmäßig gemäht und gepflegt wird. Ameisen möchten ihre Ruhe haben. Wenn sie ständig durch Gartenarbeiten gestört werden, werden sie sich schnell einen ruhigeren Ort suchen.

Keine Lebensmittel stehen lassen

Auf der Terrasse sollte immer darauf geachtet werden, dass Lebensmittel immer abgedeckt werden.

Auch Katzen- oder Hundefutter ziehen durch ihren Duft Ameisen an. Aus diesem Grund sollte das Futter nah am Gartenzaun platziert werden. Nach dem Füttern sollten die Näpfe sofort entfernt und gereinigt werden.

Mit Essig Gehwege und Terrassen reinigen

Um sicher zu gehen, kann Essig als Ameisenvertreiber eingesetzt werden. Der Essig kann auf Gehwegen, Terrassen oder verdünnt auf dem Rasen verteilt werden. Essig gilt als wahres Wundermittel. Die Ameisen werden vor dem starken Geruch flüchten.

Zimtöl auf den Rasen versprühen

Eine gute Alternative ist Zimt. Das ätherische Zimtöl kann mit 1/2 l Wasser gemischt werden. Die Flüssigkeit wird in eine Sprühflasche gefüllt und auf dem Rasen aufgesprüht. Vor der Anwendung sollte die Mischung gut geschüttelt werden. In der Regel reichen für 1/2 Wasser zwei Esslöffel Nelken oder Zimt.

Werden Pflanzen und der Rasen regelmäßig mit einer Mischung aus Wasser und Spülmittel abgesprüht, kann ebenfalls verhindert werden, dass sich Ameisen einnisten.

Insekten und Vögel anziehen

Keine Angst vor Spinnen sollte man haben, wenn man Ameisen nicht mag. Denn Spinnen fressen die kleinen Tiere. Auch andere Insekten, wie Käfer oder wunderbar aussehende Libellen ernähren sich von Ameisen. Auch Vögel lieben die kleinen Störenfriede als Nahrungsquelle. Ein gesundes Ökosystem hält also auch die Ameisen in Schach.

Wer einen Ameisenlöwe in seinen Garten bringen hat, sollte ihn gut behandeln, denn dieses Insekt frisst seine fast Namensfetter.

Schon beim Terrassenbau auf das richtige Material achten

Wird eine Terrasse neu angelegt, so kann man schon an dieser Stelle etwas dafür tun, dass es Ameisen nicht leicht haben, sich unter dieser anzusiedeln. Wird Sand als Unterbau gewählt, unterstützt man den Nestbau der Ameisen, wird Kies gewählt, so verhindert man diesen. Im Kies können die Tiere keine Ameisennester bauen.

Chemische Mittel zur Ameisenbekämpfung

Im Baumarkt und über online Shops gibt es eine Vielzahl an chemischen Mitteln, die Ameisen vertreiben. Hierbei sollte aber daran gedacht werden, dass die Ameisen durch das Ameisengift getötet und nicht vertrieben werden. Das sind echte Ameisen-Vernichter. Gleichzeitig kann es passieren, dass auch Kinder oder Haustiere in die Nähe der chemischen Köder gelangen könnten.

Die Liste der Warnungen auf den Produktseiten von Ameisensprays und anderen chemischen Mitteln ist lang. Viele Streumittel sind auch für Wasserorganismen giftig. Damit ist ein Gartenteich ebenso gefährdet, wenn bedenkenlos Gift eingesetzt wird.

Ein Rasen kann zwar schnell mit einem Streugift ameisenfrei gemacht werden. Das Gift wird nach und nach von den Ameisen in die unteren Schichten gebracht. Ameisen, die die toten Tiere fressen, nehmen damit auch das Gift auf. Jedoch dürfen die Flächen, die mit den Streu-Gift kontaminiert wurden, für einige Tage nicht genutzt werden.

Aus diesen vielen Gründen sollten diese Mittel die letzte Wahl sein.

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Einen Schädlingsbekämpfer mit einbeziehen

Wenn Kinder im Haushalt des Gartenbesitzers leben, sollte besser ein Schädlingsbekämpfer für eine professionelle Schädlingsbekämpfung beauftragt werden, bevor selber mit chemischen Mitteln versucht wird, Ameisen aus dem Garten zu entfernen. Die Königin bildet das Zentrum des Ameisenstaates und diese lebt sehr sicher und geschützt oft tief in der Erde unter der Rasendecke. Ein Fachmann hat hier viel Erfahrung, das Ameisenproblem auch wirklich zu beseitigen.

Fazit: Ameisen im Rasen

Ameisen sind keine Schädlinge, sondern gehören eher zur Gesundheitspolizei der Natur. Im Rasen können sie jedoch mit ihren Ameisennestern weniger willkommen sein, gerade wenn der Rasen eher ein englischer Rasen als eine Wiese ist. Da die Ameisen nicht zu den Schädlingen gehören, sollte es immer das Ziel des Gärtners sein, die Ameisen mit geeigneten Mitteln, wie Düfte von ätherischen Ölen, umzusiedeln und sie auf diese Weise zu bekämpfen, ohne sie zu vernichten.

Quellen: https://www.rentokil.de/ameisen/hausmittel-tipps-gegen-ameisen/

Garten Redaktionsteam

Unser gartenbegeistertes Redaktionsteam veröffentlicht auf unserer Seite Ratgeber-Gartenpflege.de regelmäßig viele nützliche Informationen rund um die Gartenpflege, den benötigten Gartengeräten und vielen schönen Dingen rund ums Thema Garten. Selber mit der Hege und Pflege eines großen Gartens seit vielen Jahren mit Liebe zum Grün beschäftigt, geben wir gern unser Wissen an andere Hobby-Gärtner weiter.

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