Was ist Gartenpflege?

Garten-BeachtenAls Gartenpflege wird alles bezeichnet, was die Pflege und Instandhaltung der vorhandenen Gartenanlage beinhaltet und sich primär auf die Pflanzen, wie Blumen, Sträuchern, Bäumen sowie Beete und Rasenflächen beschäftigt.

Kleinere Reparaturarbeiten, wie das Streichen eines Zaunes, gehören für den Hobbygärtner im eigenen Garten auch noch zur Gartenpflege, für den Mieter in einer Mietswohnung kann das aber schon anders aussehen.

Vom Rasenmähen, Rosen schneiden bis zur Hecke stutzen, Umtopfen und Ernten sind einige Gartenarbeiten in der Begrifflichkeit der Gartenpflege enthalten. Blumenbeete neu befüllen, Unkraut jäten, Gießen oder Laub harken sind alles Aktivitäten, die unter den Begriff Gartenpflege fallen. Denn die Pflege des Gartens beinhaltet viele unterschiedliche Gartentätigkeiten, je nach Beschaffenheit und Anpflanzung sowie eigenem Dazutun.

Die richtige Gartenpflege ist dei Vorraussetzung für einen schönen Garten
Die richtige Gartenpflege ist dei Vorraussetzung für einen schönen Garten

Welche Abstufungen gibt es?

Garten-Hinweis

Dabei ist es ein Unterschied, welche Gartenarbeiten zur welcher Jahreszeit anfallen und ob man den eigenen Garten pflegt oder im Mietshaus einen Mietsvertrag unterschrieben hat, einen Garten zu pflegen.

Auch das Niveau der Gartenpflege ist zu unterscheiden, es gibt einfache Gartenpflegearbeiten, die ohne tiefere Kenntnisse durchgeführt werden können und spezielle Arbeiten, bei denen man gärtnerisches Fachwissen mitbringen sollte.

Das Anlegen eines Gartens fällt nicht unter den Begriff der Gartenpflege.

Was gehört zur Gartenpflege?

Was letzten Endes zur eigentlichen Gartenpflege gehört ist natürlich  davon abhängig, was sich im eigenen Garten befindet. Denn nicht jeder Garten ist mit derselben Intensität zu pflegen, da nicht jeder Garten gleichauf ist. Die Vielfalt an Gärten ist unerschöpflich.

Doch es gibt  Unterschiede zwischen den Jahreszeiten, die bei jeglicher Pflege berücksichtigt werden müssen, damit der geliebte Garten seinen Glanz nicht verliert.

Ganz gleich, ob im Garten eher Fußballevents geschaut werden, Partys veranstaltet werden oder eine Vielfalt von Freizeit Möglichkeiten wie frisches Gemüse selber anpflanzen, mit den Kindern spielen, ein fester Aufenthaltsort im Freien, Naturbeobachtungen, Entspannung beim Sonnenbaden & Co genutzt werden.

Der Garten im Wandel der Jahreszeiten

„Man geht niemals in den gleichen Garten“ so sagt es ein Sprichwort. Der Garten verändert sich täglich und so muss auch die Gartenpflege angepasst werden.

Die Gartenpflege im Frühling

Garten im FrühlingBevor der Rasen im Frühling gemäht wird, ist das Vertikutieren sinnvoll, um Unkraut und Moos zu verringern. Dann ist es notwendig, das Unkraut zu jäten und natürlich das Moos zu entfernen. Durch Mulchen, was sich gut durch einen Rasenmäher mit Mulchfunktion durchführen lässt, kann zudem vermieden werden, dass weiteres Unkraut und Moos wächst.

Die Ziergräser dürfen nun von ihrem Polster, welches vor Frost schützt entfernt werden und die Kübelpflanzen gehören wieder passend an ihren Klimabedingungen umgetopft.

Ab Mai dürfen die Rosen wieder geschnitten und gedüngt werden, die Kübelpflanzen den Weg nach draußen im Garten finden und die Rasenpflege beginnt nun wieder. Der Frühling ist die ideale Jahreszeit den Garten zu gestalten und neues anzubauen.

Die richtige Pflege des Gartens im Sommer

Garten im SommerIm Sommer ist natürlich weiterhin erforderlich, die Pflanzen richtig zu bewässern und die Beete ebenso. Auch muss der Rasen weiterhin gemäht/gestutzt werden. Düngen ist im Sommer ebenfalls für viele Pflanzen eine gute Basis, um nicht ständig mit Übergießen die Pflanzen nachhaltig zu schädigen. Der Rückschnitt kommt im Sommer zudem zum Vorschein.

Für das Schneiden von Hecken und Sträuchern ist die gesetzliche vorgegebene Zeit zu beachten! vom 1. Marz bis 30. September ist dies verboten. Geregelt wird dies im Bundesnaturschutzgesetzt.

Die herbstliche Gartenpflege

Garten im HerbstDer Winter naht und nun wird der witterungsundurchsichtige Herbst folgen. Kranke Pflanzen müssen nun wieder zurechtgeschnitten werden, die Kübelpflanzen dürfen wieder im Inneren einen Platz finden und einmal darf zuletzt noch der Rasen geschnitten werden.

Einmal noch im Gartenjahr darf geerntet werden, sodass der Garten anschließend winterfest gemacht werden muss. Dazu gehört, dass Lauf auf dem Rasen wegzuharken. Dagegen darf ein wenig Laub als Schutz für die Pflanzen auf den Beeten bleiben.

Die Pflege der Gartenanlage  im Winter

Garten im WinterInsbesondere im Winter ist die Gartenpflege ausgesprochen wichtig, weil die Klimabedingungen enorm unterschiedlich schwankend und arg kalt, je nach Region werden können. Schnee muss also regelmäßig entfernt werden, sofern durch den Garten Wege gehen, die benutzt werden. Pflanzen & Co, die nicht den Vermerk „Winterschutz“ oder „frosthart“ aufweisen müssen ins Gartenhäuschen oder anderswo aufbewahrt sowie dort entsprechend ihrer Klimaerwartungen gepflegt werden.

Ist der Winter vergleichsweise trocken? Dann müssen Kübelpflanzen wiederum gewässert werden. Ist der Winter feucht genug? Dann muss das Bewässern verringert werden. Im Winter ist die Zeit, um alte oder kranke Bäume zu fällen.

Was rund um das Jahr im Garten zu tun ist, erfahren Sie auf unserer Webseite oder auch an anderen Stellen im Internet. Beleibt sind auch immer noch die Gartenkalender, die den Hobbygärtner rund ums Jahr begleitet und jeden Monat die wichtigsten Dinge rund um die Gartenpflege vermitteln.
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Gartenpflege im eigenen Garten

Selber machen oder einen Gärtner nehmen?

Die Gartenpflege ist für den Laien auf den ersten Blick ein wenig viel oder? Da wäre es natürlich eine Methode, sich einem Profi anzuschließen, der die Pflege das ganze Jahr über übernimmt. Hier können die Kosten von Berufsstand (professionelle Gartenpfleger und Gartenlandschaftsbauer) natürlich zu einem privatisierten Gartenpfleger, der einfach viel Ahnung hat, variieren.

Ein professioneller Landschaftsgärtner kann bei der Pflege des Gartens helfen
Ein professioneller Landschaftsgärtner kann bei der Pflege des Gartens helfen

Die Kosten für eine Gartenhilfe liegt im Schnitt bei 10 Euro pro Stunde aufwärts oder einen entsprechenden Festpreis für das gesamte Jahr kann verhandelt werden. Professionelle Gartenpflege kann derweil deutlich teuer sein.

Die Vorzüge an der professionellen Gartenpflege ist die Garantie, dass die Pflege komplett richtig abläuft und zeitlich viel Arbeit erspart bleibt. Hochwertige Gartengeräte sind im Bestand der Berufsgärtner, was den Pflanzen guttut und die Arbeit schneller verrichten lässt. Der Gartenabfall wird ebenfalls gleich entsorgt. Der Nachteil liegt wiederum im Kostenaufwand.

Mittels Gartenlektüre und Recherche im Internet ist es möglich, die Pflege im Garten selber zu gestalten. Anfänglich gehen die Arbeiten vielleicht etwas erschwert von der Hand, sodass ein wenig Übung notwendig ist.

Doch nach den ersten Anläufen in den unterschiedlichen Jahreszeiten wird deutlich, dass die Gartenpflege je nach Aufwand, Gartengröße und dort befindlichen Beete, Pflanzen, und Kübelpflanzen oder Sträucher sowie Hecken und Bäume machbar ist und für den werdenden Hobbygärtner vielleicht auch noch viel Freude und Entspannung bringt.

Wer seinen Garten im eigenen Heim neu anlegt, der sollte schon im Vorfeld bei der Planung berücksichtigen, wieviel Zeit und Energie später bei der Pllege aufgebracht werden soll und wer diese übernehmen wird. Ein Hobbygärtner wird keine Zeit und Mühen scheuen, eine berufstätige Familie sollte eher einen pflegeleichten Garten planen.

Bei der Pflege der Gärten stehen immer die Pflanzen im Vordergrund. Ziel ist es, dass es ihnen gut geht. Dann freut sich auch das Gärtnerherz. Nachhaltige, ökologische Pflege ohne Chemie sollte angestrebt werden.

Gartenpflege im Mietshaus

Das Haus, welches gemietet ist, weißt einen eigenen Garten auf? Ist der Garten auch an den Mieter vermietet worden? Handelt es sich um ein Mietshaus in Form von einer Einmieterpartei oder einem Mehrfamilienhaus? Wie sieht es mit der Gartenpflege aus? Was genau wird darunter verstanden? Wer ist dafür zuständig? Zählt der Vorgarten auch dazu? Wo ist die Trennung zwischen Gartenpflege und das Anlegen eines Gartens? Ist die Gartenpflege an der Gartennutzung gebunden?

Fragen über Fragen, die für Mieter immer wieder von Bedeutung sind.

Die Rosenpflege kann vom Mieter übernommen werden - der Mietvertrag regelt die Gartenpflege
Die Rosenpflege kann vom Mieter übernommen werden – der Mietvertrag regelt die Gartenpflege

Wer muss die Gartenpflege übernehmen?

Garten-HinweisAuch in einem Mietshaus ist in erster Linie der Vermieter für die Gartenpflege verantwortlich. Es sei denn, dieser hat die die Pflege des Gartens oder die Teilpflege auf die Vermieter vertragsrechtlich übertragen. Hier ist ein Blick in den Mietvertrag erforderlich, um in Erfahrung zu bringen, ob die Gartenpflege vom Vermieter übernommen wird oder ob sie Gegenstand des Mietvertrages ist.

Bei der Unterzeichnung des Mietvertrages ist es ratsam, genau festzulegen, was der Vermieter unter Gartenpflege versteht und was vom Mieter erwartet wird, mit im Nachhinein keine Streitigkeiten entstehen, da jede Partei andere Erwartungen hat. Da dies sehr individuell ist und sich nach den anfallenden Arbeiten und den damit getroffenen Vereinbarungen richtet, kann das hier nicht vereinheitlicht und für allgemeingültig dargestellt werden. Ein Mietvertrag ist in diesem Punkt ein individueller Vertrag zwischen Mieter und Vermieter.

Sollten im Haus mehrere Parteien wohnen, die sich einen Garten teilen und die Gartenpflege zusammen übernehmen, ist es ratsam, für jede Partei einen Aufgabenkatalog in Verbindung mit einer Zeiteinheit zu definieren, in dem festgelegt wird, wer welche Arbeiten in welchem Zeitraum erledigt.

Im Vertragsverhältnis zwischen Mietern und Vermietern sollte jedoch bedacht werden, dass einfache Gartenarbeiten, wie Rasenmähen, Unkraut jäten und Laub fegen, dem Mieter, über einen Mietvertrag geregelt, übertragen werden können, dass aber weiterführende Gartenpflege (Bäume fällen, Vertikutieren, Düngen) gärtnerisches Fachwissen voraussetzt, dass man dann nicht mehr vom Mieter erwarten kann. Dazu gab es schon verbindliche Gerichtsentscheidungen.

Wer genauere und tiefergehende Informationen zu Fragen rund um den Mietvertrag hat, sollte sich beim Verbraucherschutzbund oder von einem Anwalt beraten lassen.

Wer bezahlt die Gartenpflege?

Garten-HinweisGleichwohl bei Vermietern die Pflicht besteht, wenn nicht im Vertrag anders angegeben, sich um die Gartenpflege zu kümmern, kann diese anteilig in den Nebenkostenabrechnungen enthalten sein. Dies ist rechtlich vollkommen konform.

Wenn der Mieter jedoch die Arbeiten übertragen bekommen hat, siehe Mietvertrag, sollte der Vermieter die jeweiligen Gartengeräte und Materialien zur Pflege des Gartens stellen, muss es aber nicht.

Hier gilt wieder die Vereinbarung im Mietvertrag, die auch wieder sehr individuell gestaltet werden kann.

Wie oft muss man den Garten pflegen?

Garten-BeachtenDie Gartenpflege sowie deren Dauer ist maßgeblich von der Gartengröße und der dort befindlichen Bepflanzung abhängig. Wer nur den Rasen mähen muss, wird je nach Größe in weniger als einer Stunde seine Arbeit erledigt haben. Wie oft der Rasen gemäht werden muss, ist abhängig, ob man einen englischen kurzen Rasen oder eine kleine grüne Wiese im Garten bevorzugt.

Wer jedoch die Blumen gießen muss, Unkraut jäten, Moos entfernen soll oder die Kübelpflanzen pflegen muss, Hecken kürzen oder Bäume beschneiden muss, hat viel mehr Aufwand. Diese Gartenpflege kann mehrere Stunden pro Woche in Anspruch nehmen.

Wer seine Pflanzen & Co gut und witterungsgerecht pflegt sowie gut für die bevorstehenden Jahreszeiten je nach Garten und dessen Pflanzen-, Baum- und Strauchbestand vorsorgt, der wird vielleicht Spaß an der richtige Pflege entwickeln und zu einem ambitionierten Hobbygärtner werden.

Ein Garten soll nicht zur Last fallen, sondern Entspannung, Freude und Ausgleich mitbringen.