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Tipps und Zubehör zur Gartenpflege ✓ ✓ ✓

Pflege von Teichpflanzen

Ein Gartenteich stellt ein besonders beliebtes Mittel dar, den Artenreichtum im Garten zu erhöhen und sorgt visuell für Abwechslung. Mit einer Vielfalt von Wasserpflanzen lassen sich Seelandschaften in Miniatur ganz nach Geschmack gestalten. Doch Wasserpflanzen haben andere Ansprüche als andere Gartenpflanzen bei der Gartenpflege. Welche Pflege Teichpflanzen brauchen, damit die kleine Wasseroase im Garten wirklich auf Dauer schön aussieht, zeigen wir hier in unserer Anleitung.

Seerosen als Teichpflanzen

Seerosen als Teichpflanzen

Wichte Pflege-Tipps für Gartenteich und Teichpflanzen

Auch wenn sich in einem Teichbecken mit der Zeit ein biologisches Gleichgewicht ausbildet, braucht der Teich, seine Pflanzen und Bewohner die richtige Pflege. Dieses Gleichgewicht kann durch viele Faktoren gestört werden. Kommt es zu einem Ungleichgewicht, so kann es zu Stress, Krankheiten und zum Absterben der Teichpflanzen und Lebewesen kommen.

  • Beim Anlegen des Teiches müssen für jeden Standort optimal geeignete Wasserpflanzen ausgewählt werden, das spart Arbeit und sorgt für gut gedeihende Teichpflanzen
  • Einheimische Pflanzen sollten Exoten vorgezogen werden
  • Laub regelmäßig abgefischen
  • Freischwimmende Wasserpflanzen müssen in der Vermehrung kontrolliert werden und Überschüssiges regelmäßig rausgenommen werden
  • Teichpflanzen wie auch andere Gartenpflanzen je nach Pflanzenart im Herbst oder Frühjahr zurückschneiden
  • Ein Wuchern von Pflanzen muss verhindert werden
  • Fremdbewuchs aus dem Teich rausgenehmen
  • Die Wasserwerte regelmäßig kontrollieren
  • Der Wasserstand muss auf seinem optimalen Niveau gehalten werden
  • Ein Bereich im Teich bleibt zum Entweichen der Faulgase offen
  • Luftsprudler und Wasserläufe bringen Sauerstoff in den Teich
  • Organische Langzeitdünger können die Wachstumsphase unterstützen
  • Beim Dünger kein Substrat mit Phosphatanteilen benutzen

Der richtige Boden für Gartenteichpflanzen

Die meisten beliebten Teichpflanzen wachsen von Natur aus am schlammigen Ufer von Gewässern.

Sie sind daher zumeist an stark nährstoffhaltige Böden und selbstverständlich an praktisch unbegrenzte Verfügbarkeit von Wasser gewöhnt. Solche Pflanzen werden am besten auf lehmigen und tonhaltigen Böden angebaut.

Teicherden sind zumeist auf diese Bedürfnisse ausgerichtet.

Es gibt jedoch auch Teichpflanzen, die magere oder gar saure Böden benötigen. Damit Ihre Pflanzen gut gedeihen, ist es wichtig, dass Sie sich bereits bei der Planung Ihres Gartenteiches entsprechend informieren und den richtigen Boden für die von Ihnen bevorzugten Pflanzen bereitstellen. Achten Sie bei der Auswahl später dazukommender Pflanzen darauf, dass diese auch zu dem vorhandenen Boden passen.

Auswahlkriterien für Wasserpflanzen im Gartenteich

  • Wassertiefe
  • Nährstoffe im Boden
  • Wasserhärte
  • Licht
  • Pflegeaufwand
  • Heimische Pflanzen oder Exoten

Die Bepflanzung

Wasserpflanzen wachsen rasch. Damit sie Ihren Gartenteich nicht überwuchern, sollten sie eher sparsam und in größeren Abständen angeplanzt werden. Dies mag zu Anfang etwas mager aussehen, doch sie werden rasch eine prächtige Landschaft haben, ohne dass Ihr Teich dabei gänzlich hinter dichtem Riedgras verschwindet.

Informieren Sie sich im Voraus über das zu erwartende Wachstum der Pflanzen und die empfohlenen Pflanzabstände. Welche Pflanzen geeignet sind, erfahren Sie hier im Teichratgeber. Möchten Sie die eine oder andere besonders stark wuchernde Pflanze in Ihrem Gartenteich haben, pflanzen Sie sie nicht direkt im oder am Teich an, sondern in einem Gefäß, das ihrer Ausbreitung Grenzen setzt.

Teichpflanzen zur Entgiftung

In der Natur helfen Pflanzen das chemische Gleichgewicht in Gewässern aufrecht zu erhalten. Hierzu ist allerdings eine exakt abgestimmte Kombination von Pflanzensorten notwendig, die auf künstlichem Wege nur schwer zu erreichen ist. Gartenteiche sind zudem meist zu klein, um ein natürliches Einpendeln des Ökosystems zu ermöglichen.

Lassen Sie sich, wenn Sie einen natürlich regulierten Gartenteich anlegen wollen, auf jeden Fall gründlich von einem erfahrenen Gärtner beraten und halten Sie sich genau an seine Anleitungen. Wenn Sie einfach nur einen schönen Gartenteich haben wollen, verwenden Sie einen Teichfilter, um die Entgiftung künstlich zu gewährleisten.

Die Wasserwerte

Zur Teichpflege gehört das Wissen um die Wasserwerste. Denn auch mit dem Wasser nehmen Teichpflanzen Nährstoffe auf. Die Wasserwerte im Gartenteich sind in erster Linie dann wichtig, wenn Sie Fische darin halten. Für einen Fischteich ist eine regelmäßige Messung unabdingbar. Sie müssen aber auch für Ihre Teichpflanzen stimmen. Die Pflanzen bauen  Giftstoffe ab und sorgen für Sauerstoff. Doch sich allein auf die Natur zu verlassen, ist beim Gartenteich zu wenig. Kippt das biologische Gleichgewicht im Teich, droht Gefahr.

Wasserwerte für den Gartenteich

Die optimalen Werte für Ihren Gartenteich können je nach Teichgröße, Bepflanzung und eventueller Fischbesatz unterschiedlich sein. Durchschnittlich empfohlende Wasserwerte sind folgende:

Ammoniumkleiner 0,5 mg/L
Karbonathärte (KH)Bereich 5 und 12 °dH
Nitratkleiner von 30 mg/L
Nitritüber  0,1 mg/L
Phosphatkleiner 0,035 mg/L
pH-WertBereich 7,5 und 8,5

Die Temperatur

Die heißen Sommer können für den Gartenteich Stress bedeuten. An diesen Tagen muss Wasser nachgefüllt werden. Im Winter sollte die Wassertemperatur bei 6 – 8° C gehalten werden. Dies kann mit einer Teichheizung erzielt werden.

Eisenbedarf

Für die Gesundheit von Teichpflanzen  ist vor allem der Eisengehalt ausschlaggebend. Es ist jedoch nicht unbedingt erforderlich, dass Sie regelmäßig Wassertests durchführen, um diesen zu überprüfen.

Garten-Tipp

Beobachten Sie die Wasserpflanzen im Gartenteich. Wenn sie anfangen auszubleichen, liegt dies zumeist an Eisenmangel und Sie sollten dem Wasser Eisen zusetzen. Wenn Sie dabei etwas zu viel erwischen, schadet dies den Pflanzen nicht. Es kann jedoch zu einer braunen Verfärbung des Wassers führen und ist schädlich für Fische.

Seien Sie also vorsichtig und geben Sie zunächst bei der Pflege der Teichpflanzen lieber zu wenig als zu viel. Die Reaktion Ihrer Teichpflanzen wird Ihnen zeigen wann die Menge passt. Sollte sich keine Besserung einstellen oder ein anderes Mangelsymptom bei den Pflanzen auftreten, kann der Rat eines Fachmannes oder ein Wassertest erforderlich werden.

Der Beschnitt

Der Herbst ist eine wichtige Zeit für die Pflege der Teichpflanzen. Dann werden sie auf den Winter und auf das nächste Frühjahr vorbereitet. Der Beschnitt von Teichpflanzen sollte am besten im Spätherbst durchgeführt werden. Entfernen Sie vor allem abgestorbene Blätter und anderes totes Material, das in den Teich fallen könnte. Es besteht die Gefahr, dass es Ihren Teichfilter verstopft oder überflüssige Nährstoffe in das Wasser trägt.

Bei den rund um den Teich stehenden Gräsern zahlt es sich jedoch aus den abgestorbenen Teilen über den Winter stehen zu lassen. Sie sehen auch bei Schneelage noch dekorativ aus und bieten Kälteschutz für die noch lebenden Pflanzen und Unterschlupf für Tiere. Schneiden Sie diese Pflanzen daher erst im Frühjahr, um Platz für neue Triebe zu schaffen.

Die Vermehrung von Teichpflanzen

Das Frühjahr ist auch die richtige Zeit, um neue Pflanzen hinzu zu pflanzen oder Ihre Teichpflanzen zu vermehren. Auch im Frühsommer können Sie jedoch noch manche Neupflanzungen vornehmen. Überprüfen Sie an welchen Stellen Sie Platz haben, zum Beispiel weil Pflanzen über den Winter abgestorben sind, und wo die Pflanzen zu dicht wuchern.

Dicht wachsende Horste lassen sich mit etwas Vorsicht gut teilen. So werden die Pflanzen an dieser Stelle ausgedünnt und können an einer anderen Stelle neu angesiedelt werden. Bedenken Sie jedoch wieder die Wuchseigenschaften der jeweiligen Pflanzen und seien Sie sicher, dass die im Moment bestehende Lücke nicht rasch wieder durch das Wachstum benachbarter Pflanzen geschlossen wird.

Düngemittel für die Teichpflanzen

Für die meisten Teichpflanzen ist keine Düngung erforderlich. Mit der richtgen Teichpflanzenauswahl kann der spätere Pflegeaufwand minimiert werden. Deshalb sollten Sie sich beim Kauf einer neuen Pflanze stets über ihre Ansprüche informieren und dabei auch nach der Düngung fragen.

Der Einsatz von Pflanzendünger in einem Gartenteich ist riskant und kann das System leicht zum Kippen bringen.

Achten Sie darauf, nur für Teichpflanzen geeignete Mittel zu verwenden, und meiden Sie vor allem stark phosphathaltige Dünger. Wenn möglich, ist ein gänzlich phosphatfreies Mittel zu bevorzugen. Ist zu viel Dünger in das Wasser geraten, erkennen Sie dies sehr rasch an der starken Algenbildung, welche droht den Teich zu überwuchern, wenn Sie nicht sofort handeln.

Bei Teichpflanzen kommen vor allem organische Langzeitdünger zum Einsatz. Sie werden am Boden ausgebracht. Von dort werden nehmen die die Wurzeln auf. Das gezielte Düngen hat den Vorteil, dass Algen dabei ausgelassen werden.
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