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Tipps und Zubehör zur Gartenpflege ✓ ✓ ✓

Verschiedene Rasensorten – Grün ist nicht gleich Grün

Das Glück eines jeden Gartenbesitzers. Barfuß, völlig unbeschwert über den eigenen Rasen zu schlendern. Was wie ein Traum klingt, muss längst kein Traum mehr bleiben! Der perfekte Rasen ist gar nicht so weit entfernt! Und zudem gelingt das Rasenglück ganz ohne Anstrengung und Mühen. Wie das alles gehen soll? Ganz einfach. Mit dem perfekten Rasentyp! Um die richtige Rasensorte auszuwählen, muss der Gärtner im Vorfeld wissen, was er für einen Rasen braucht und dieser leisten muss. Durch die Wahl der richtigen Rasensorte wird der Umfang der Rasenpflege bestimmt.

Zierrasen:

Der Zierrasen ist auch unter dem Begriff „Englischer Rasen“ bekannt. Charakteristisch ist die saftig grüne Grasnarbe, welche ausschließlich aus feinblättrigen Gräsern besteht. Moos oder Unkraut sind dagegen nicht zu finden.

Er zeichnet sich durch ein gepflegtes Erscheinungsbild aus und verträgt tiefe Schnitte durch den Rasenmäher. Eine dichte Rasennarbe wird durch den Rotschwingel erzeugt.

Die Belastungsfähigkeit ist sehr gering. Dafür ergibt sich ein relativ hoher Pflegeaufwand. Häufiges Schneiden (Rasenmähen), Düngen und Bewässern sind unbedingt erforderlich. Sofern Unkraut wächst, muss dieses unbedingt entfernt werden.

Bei der Pflege muss zusätzlich auf die äußeren Faktoren geachtet werden: Temperatur, Nährstoffe, Licht, Feuchtigkeit. Stimmt eine Komponente nicht, muss entsprechend gehandelt werden. Andernfalls würde der dekorative Zierrasen seine Optik verlieren.

Gebrauchsrasen:

Dieser Rasen zeichnet sich durch eine hohe Trittfestigkeit aus. Es handelt sich um einen Sport- und Spielrasen, der auch als Gartenrasen bekannt ist. Da man ihn in Hausgärten, Parks und Wohnsiedlungen findet, wird von einem Standardrasen gesprochen.

Der große Vorteil: Er ist pflegeleicht. Der Nachteil: Die Attraktivität ist geringer, als es beim Zierrasen der Fall ist. Etwa alle 14 Tage muss eine Mahd erfolgen, während beim Sportrasen (Zierrasen) bis zu zweimal innerhalb einer Woche gemäht werden muss.

Heimgärtner, die einen anspruchsvollen Rasen suchen, sollten sich für einen Gebrauchsrasen entscheiden. Die Gebrauchsrasen-Saatgutmischungen werden in vier Kategorien eingeteilt:

Gebrauchsrasen Standard RSM 2.1:

Im Jahr 2005 vom Bundessortenamt gestrichen, dennoch werden weiterhin RSM 2.1 Rasensamen zusammengestellt. Nennenswert ist der durchschnittliche Pflegeaufwand und eine geringe bis mittlere Belastbarkeit.

Die Schnitthöhe ist bei zwei bis drei Zentimetern sehr kurz. Die Flächen dürfen nicht zu stark beansprucht werden. Die Gräsersorten haben eine geringe Wuchsgeschwindigkeit, sodass seltener gemäht werden muss.

Er besteht aus den Gräsersorten:

  1. Rotschwingel (Festuca rubra),
  2. Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) und dem
  3. Rotes Straußgras (Agrostis capillaris).

Nicht vertreten ist das Deutsche Weidelgras (Lollum perenne), welches für die Trittfestigkeit und Robustheit sorgt.

Damit ist dieser Rasen gering belastbar. Er wächst und entwickelt sich langsam.

Gebrauchsrasen in Trockenlagen RSM 2.2:

Der entscheidende Bestandteil dieses Rasen ist der

  • Rohrschwingel (Festuca arundinacea).

Die tief reichenden Wurzeln und die breiten Blätter sind signifikant. Dies macht den Rasen gegenüber Trockenheit resistent. Er lohnt sich besonders bei Rasen in Trockenlagen.

Die Gräser wachsen auf lehmigen, sandigen und auch humosen Böden. Somit bestehen keine besonderen Ansprüche an den Boden.

Die hohe Trittfestigkeit ist der große Vorteil dieser Mischung. Negativ zu bewerten ist die weniger dichte Grasnarbe, die für eine ziemlich grobe Optik sorgt.

Der Trockenrasen bekommt ein schöneres Erscheinungsbild, wenn etwas

  • Deutsches Weidelgras (Lollum perenne) und
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) der Mischung zugefügt werden.

Das Gras hat einen geringen Pflegeaufwand, der sich jedoch bei Belastung erhöhen kann

Spielrasen RSM 2.3:

Dieser Rasen ist belastbar, ausdauernd und sehr schön grün. Er wird sowohl in privaten Gärten, als auch für Liegewiesen und Spielwiesen benutzt. Es ist die am häufigsten benutzte Mischung für die Standardrasen.

Die große Beliebtheit ist mit dem geringen Pflegeaufwand verbunden.

  • Rotschwingel (Festuca rubra),
  • Wiesen-Rispengras (Poa pratensis) und
  • das Deutsche Weidelgras (Lolium perenne) sind die wichtigsten enthaltenen Gräser.

Dies ist eine gut geeignete Gebrauchsrasenmischung.

Diese sorgen für eine dichte Grasnarbe, eine hohe Trittfestigkeit, eine Schnittverträglichkeit, sowie eine gute Regenerationsfähigkeit. Er ist pflegeleicht und robust.

Gebrauchsrasen mit Kräutern RSM 2.4:

Der Rasen mit Kräutern steht für ein großes Artenspektrum. Die Rasenfläche ist dicht besiedelt, sodass Unkräuter wenig Platz finden. Zudem ist der Kräuterrasen wartungsarm und muss nur viermal bis sechsmal im Jahr gemäht werden.

Magere Böden eignen sich am besten zur Aussaat. Der Anteil der Kräuter beträgt in etwa 20 Prozent, auf die gesamte Mischung gerechnet. Besonders beliebt sind: Löwenzahn, Labkraut, Schafgarbe, Gänseblümchen, sowie Thymian und Salbei oder auch Hopfenklee, Braunelle und Frühlings-Fingerkraut.

Sportrasen RSM 3.2:

Er zeichnet sich durch einen sehr hohen Anteil vom Deutschen Weidelgras und einer Zugabe von Wiesenrispe aus. Die Saat keimt sehr schnell. Er ist besonders für Sportrasen und Spielflächen geeignet, da er sich schnell regeneriert.

 

Fertigrasen

Wer seinen Rasen nicht selber anlegen möchte, für den gibt es eine weitere Option: den Fertigrasen – oder Rollrasen genannt. Dazu haben wir einen eigenen Ratgeber:

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